Wer einen Heizöltank entsorgen muss, hat einige Punkte zu beachten. Denn bei dem Rohstoff handelt es sich um eine gewässerschädigende Flüssigkeit, die unter keinen Umständen in die Umwelt gelangen darf. Aber wann ist es überhaupt nötig, einen Öltank zu entsorgen? Welche gesetzlichen Vorschriften sind zu beachten und wer darf die Arbeiten durchführen? Wir geben Antworten und informieren über durchschnittliche Kosten.

Fachmann beginnt mit dem Heizöltank entsorgen im Keller

Die Themen im Überblick:

 

Wann ist ein alter Öltank zu entsorgen?

Eine Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt: Hausbesitzer, die ihre alte Heizung austauschen, wechseln oft auch den Energieträger. Besonders häufig kommt das bei Ölheizern vor. Denn diese profitieren von vielen Vorteilen, wenn sie die alte Ölheiztechnik durch eine neue Erdgas-, Flüssiggas- oder Wärmepumpenheizung ersetzen. Sie beseitigen den unangenehmen Ölgeruch alter Anlagen, senken die Heizkosten und gewinnen viel Platz im Keller. Wer diesen Schritt gehen möchte, muss allerdings auch den alten Heizöltank entsorgen oder stilllegen lassen.

Verbot von Ölheizungen in Hochwassergebieten

Ein Tropfen Öl kann 600 bis 1.000 Liter Wasser verunreinigen. Aus diesem Grund gelten vor allem in Überschwemmungs- und Risikogebieten besonders hohe Anforderungen an Heizölanlagen. Vorgeschrieben sind dabei zum Beispiel Schutzmaßnahmen, die das Auslaufen und Aufschwimmen der Behälter verhindern sollen. Während Käufer einer Ölheizung diese von Anfang an ergreifen müssen, gilt für Hausbesitzer heute eine Nachrüstpflicht. Da die Arbeiten mit hohen Kosten verbunden sind, nehmen Verbraucher diese oft als Anlass dazu, die alte Ölheizung samt Öltank entsorgen zu lassen.

Heizöltank entsorgen durch gesetzliche Austauschpflicht

Ein weiterer Grund, aus dem viele Hausbesitzer ihren Öltank entsorgen, ist die gesetzliche Austauschpflicht für alte Heizungsanlagen. Diese ist in der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert und betrifft Öl- sowie Gasheizungen, die älter als 30 Jahre sind. Die Austauschpflicht gilt jedoch nur dann, wenn die Kessel noch nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basieren. Ausgenommen sind außerdem Hausbesitzer, die ein Ein- oder Zweifamilienhaus seit 01. Februar 2002 selbst bewohnen.

Greift diese Ausnahme, gilt die Austauschpflicht der EnEV bei einem Eigentumsübergang. So kann es passieren, dass Erben oder Käufer einer alten Immobilie nach ihrem Einzug die Ölheizung samt Heizöltank entsorgen müssen. Zeit haben sie dazu in der Regel zwei Jahre.

Öltank austauschen: Wann ist das erforderlich?

Auch Hausbesitzer, die der Ölheizung die Treue halten, müssen manchmal den Heizöltank entsorgen lassen. Nötig ist das immer dann, wenn die alte Anlage den hohen Qualitätsanforderungen nicht mehr entspricht. Nach Angaben des Bundesverbandes für Lagerbehälter (BL) ist das im Durchschnitt alle 30 Jahre der Fall. Ob Verbraucher den alten Heizöltank entsorgen müssen, erkennen sie an den folgenden Anzeichen:

  • Der alte Öltank ist im Bodenbereich deutlich ausgebeult. Es haben sich sogenannte Elefantenfüße gebildet.
  • Die Oberseite des Tanks hat sich bereits abgesenkt. Der gesamte Behälter ist dadurch sichtbar deformiert.
  • Kunststoffbehälter haben sich verfärbt oder Versprödungserscheinungen sind an der Tankhülle zu erkennen.
  • Stahlbehälter weisen bereits sichtbare Korrosionserscheinungen auf und drohen, undicht zu werden.

In der Regel überprüft ein Sachverständiger all diese Punkte im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfungen. Pflicht sind diese regelmäßig für Öltanks mit einem Volumen von mindestens 10.000 Litern außerhalb von Schutzgebieten. Das Gleiche gilt auch für Tankanlagen mit einem Volumen von mindestens 1.000 Litern, wenn sich diese in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten befinden.

Wichtig zu wissen ist, dass Anlagenbetreiber selbst dafür verantwortlich sind, dass sich die Technik in einem einwandfreien Zustand befindet. Im Falle eines Schadens sind sie haftbar. Hausbesitzer sollten daher regelmäßig selbst prüfen, ob sie den alten Heizöltank entsorgen/austauschen müssen oder nicht.

Alternativen: Heizöltank stilllegen oder umrüsten

Wer eine alte Ölheizung ausbauen lässt, muss nicht immer den Heizöltank entsorgen. Denn Hausbesitzer können diesen auch stilllegen oder umrüsten lassen.

Alte Tankanlagen vorübergehend oder endgültig stilllegen

Beim Stilllegen führen Fachleute eine Reinigung durch. Je nachdem, ob es sich um eine vorübergehende oder eine endgültige Stilllegung handelt, entfernen sie dabei auch die vorhandenen Anschlüsse und Armaturen. Außerdem sind Tanks mit Leckageanzeige anzubohren, um die in der Außenhülle befindliche Prüfflüssigkeit entnehmen zu können. Wichtig zu wissen ist, dass für vorübergehend stillgelegte Tankanlagen nach wie vor die gesetzlichen Überprüfungspflichten gelten. Endgültig stillgelegte Erdtanks werden hingegen oft mit Sand oder Erde verfüllt. So können sie im Boden bleiben und die hohen Kosten für Ausbau und Entsorgung entfallen.

Umrüsten als Alternative zum Heizöltank Entsorgen

Wer einen Heizöltank nicht entsorgen oder stilllegen möchte, kann diesen in vielen Fällen auch umrüsten lassen. Nutzbar ist der Behälter dann zum Beispiel als Regenwasserzisterne oder mit entsprechenden Anpassungen sogar als Pelletspeicher. Für beides ist in der Regel eine Innenbeschichtung erforderlich. Alternativ können Fachhandwerker auch eine zusätzliche Kunststoffhülle einbringen.

Individuelle Voraussetzungen entscheiden über die richtige Lösung

Ob Verbraucher ihren Öltank entsorgen, stilllegen oder umrüsten sollten, hängt immer von den örtlichen Gegebenheiten und den persönlichen Vorstellungen ab. Ein Tank im Haus verbraucht zum Beispiel sehr viel Platz. Aus diesem Grund entscheiden sich viele dafür, die alten Heizöltanks entsorgen zu lassen, wenn sie die Ölheizung ersetzen. Stahltanks im Garten sind oft als Zisterne geeignet. Wer diese nicht benötigt, fährt mit einer endgültigen Stilllegung und Verfüllung meist günstiger, als wenn er den Öltank als Erdtank entsorgen lassen würde.

Heizöltank entsorgen: Diese Vorschriften gelten

Da es sich bei Heizöl um einen wassergefährdenden Rohstoff handelt, müssen Verbraucher beim Heizöltank Entsorgen eine Reihe von Vorschriften und Gesetzen berücksichtigen. Diese sollen sicherstellen, dass eine folgenschwere Kontamination der Umwelt in jedem Fall ausgeschlossen wird. Relevant sind dabei die Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und die Anforderungen der „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (VAwS).

Fachhandwerker sind Pflicht, wenn der Öltank zu entsorgen ist

Nach § 45 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen kommen die meisten Hausbesitzer um Fachhandwerker nicht herum, wenn sie einen Heizöltank entsorgen möchten. Denn die Experten sind immer dann Pflicht, wenn es darum geht, einen Öltank:

  • in Betrieb zu nehmen
  • von innen zu reinigen
  • dauerhaft stillzulegen

Das gilt zumindest dann, wenn die Öltankanlagen insgesamt mehr als 1.000 Liter fassen. Aber auch unter dieser Grenze sollten Hausbesitzer nicht auf die Fachhandwerker verzichten. Denn die Experten haben jahrelange Erfahrung und das richtige Werkzeug. Sie können gewährleisten, dass kein Heizöl in die Umwelt gelangt und haften im Schadensfall. Verseuchen Heimwerker das Grundwasser, kommen nicht selten hohe Forderungen auf sie zu.

Übrigens: Die Entsorgung der Tankanlagen können Hausbesitzer in einigen Bundesländern selbst übernehmen. Ob das der Fall ist, wissen die Fachangestellten der örtlichen unteren Wasserbehörde. Diese sind in der Landkreis- oder Stadtverwaltung zu finden und für den Vollzug des Wasserhaushaltsgesetzes verantwortlich.

Diese Zertifizierungen müssen Fachhandwerker haben

Wer einen Heizöltank entsorgen möchte, muss erst einmal den richtigen Fachpartner finden. Anders als bei dem Tausch der Heizkessel dürfen Arbeiten wie die Reinigung oder die Stilllegung dabei jedoch nicht von jedem Handwerker erledigt werden. Zugelassen sind nur sogenannte „Tankschutz-Fachbetriebe“ die über eine Zulassung nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verfügen. Ausgestellt ist diese zum Beispiel von Prüf- und Zertifizierungsorganisationen wie dem TÜV.

Nachweise zum fachgerechten Entsorgen der alten Tanks

Lassen Hausbesitzer einen Heizöltank entsorgen, sind Nachweise erforderlich. So müssen sie das Vorhaben zunächst bei der unteren Wasserbehörde anzeigen. Die Meldung muss nach § 40 VAwS mindestens sechs Wochen im Voraus schriftlich erfolgen. Nach der fachgerechten Reinigung und Stilllegung erhalten Hausbesitzer außerdem einen Nachweis, der ebenfalls bei der unteren Wasserbehörde einzureichen ist. Zudem kann ein Sachverständiger prüfen, ob die Reinigung, die Stilllegung und/oder die Entsorgung korrekt und ohne Kontamination der Umwelt erfolgte.

Heizöltank entsorgen und Restöl verkaufen: Geht das?

Ja! Sofern das Restöl nicht verunreinigt ist, können Hausbesitzer dieses abpumpen und an Bekannte oder andere Interessenten liefern lassen. Ob sie dafür einen Abstand verlangen oder nicht, bleibt ihnen in der Regel selbst überlassen. Wichtig ist, dass das übrige Heizöl fachgerecht weitergegeben oder entsorgt wird. Denn nur so lässt sich ein ausreichend hoher Schutz der Umwelt garantieren.

Öltank aus Plastik oder Stahl entsorgen: Anleitung Schritt-für-Schritt

Ganz gleich, ob Hausbesitzer einen Heizöltank aus Stahl oder Kunststoff entsorgen lassen, laufen die Arbeiten nach einem immer gleichen Schema ab. Erforderlich sind dabei die folgenden Schritte:

  1. aktuellen Ölstand messen und Restölbestände abpumpen
  2. Heizöltank reinigen, demontieren und fachgerecht entsorgen
  3. Bescheinigung für die fachgerechte Entsorgung ausstellen

Schritt 1: Ölstand messen und Restöl abpumpen

Bevor Fachbetriebe den Öltank entsorgen, stellen sie fest, wie viel Brennstoff dieser noch beinhaltet. Anschließend pumpen sie das Restöl ab. Wie bereits beschrieben, lassen sich die Altbestände nun entsorgen oder an Freunde, Bekannte oder Nachbarn liefern. Befindet sich Ölschlamm am Boden des Tanks, pumpen zugelassene Fachbetriebe auch diesen ab, um ihn als Sondermüll der fachgerechten Entsorgung zuführen zu können.

Schritt 2: Heizöltank reinigen und entsorgen

Ist der Öltank leer, führen WHG-zertifizierte Tankschutz-Betriebe eine fachgerechte Reinigung durch. Anschließend trennen sie den Tank von der Heizung und reinigen auch Armaturen und Rohrleitungen. Um Öltanks aus Plastik entsorgen zu können, müssen diese vor Ort zersägt werden. Denn die Anlagen befinden sich meist in Kellern, sodass sie sich anders nicht aus dem Haus transportieren lassen. Ist ein Heizöltank aus Stahl zu entsorgen, erfolgt die Demontage ähnlich. Auch dabei zerteilen Experten die Anlagen im Haus, um sie dann in Einzelteilen abtransportieren zu können.

Aufwendiger sind die Arbeiten, wenn Fachbetriebe einen unterirdischen Öltank entsorgen müssen. Denn dieser ist nach dem Rückbau der Füll- und Verbindungsleitungen zunächst mit einem Kran aus der Grube zu heben. Diese ist dann mit Kies, Sand oder Erde zu verfüllen. Um Kosten zu sparen, können Hausbesitzer unterirdische Stahltanks nach der endgültigen Stilllegung auch im Garten belassen. Dazu füllen Experten die Behälter selbst mit Kies oder Sand auf.

Schritt 3: Bescheinigung für die Öltankentsorgung

Ist alles erledigt und Heizöl, Öltanks sowie Rohrleitungen und Armaturen sind bei den Entsorgungsbetrieben angekommen, stellen die Experten auch eine Bescheinigung aus. Wie bereits beschrieben, ist diese nach dem Heizöltank Entsorgen als Nachweis bei der unteren Wasserbehörde einzureichen.

In einigen Fällen erfolgt nun außerdem eine Kontrolle durch einen Sachverständigen. Der Experte prüft dabei, dass alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden und kein Öl in die Umwelt gelangt ist.

Übrigens: Wer kleinere Öltanks entsorgen möchte, kann das per Gesetz oft auch in Eigenregie erledigen. Da die Arbeiten Fachkenntnisse und spezielle Werkzeuge erfordern, raten wir allerdings davon ab. Denn die Umweltschäden und die damit verbundenen Forderungen können die eigentlichen Kosten der Maßnahme um ein Vielfaches übersteigen.

Kosten für die Entsorgung von PVC-, Stahl- und Erdtanks

Ich möchte einen Heizöltank entsorgen. Wie hoch sind die Kosten? Diese Frage stellen viele Hausbesitzer, die sich von ihrer alten Tankanlage verabschieden wollen. Eine pauschale Antwort ist jedoch kaum möglich. Denn die Preise für die Entsorgung hängen von sehr vielen Faktoren ab. So zum Beispiel von:

  • der vorhandenen Restölmenge
  • der Größe des alten Heizöltanks
  • dem Material, aus dem der Tank besteht
  • der Einbausituation (Erde oder Keller)
  • der räumlichen Situation vor Ort
  • dem Anfahrtsweg der Fachbetriebe

Nicht zuletzt spielt auch das regionale Preisgefüge eine wichtige Rolle, wenn es beim Heizöltank Entsorgen um die Kosten geht. Mit der folgenden Tabelle geben wir überschlägige Richtwerte, die zumindest einen ersten Anhaltspunkt liefern.

Art des Heizöltanks Einbausituation Größe Heizöltank entsorgen: Kosten
Öltank aus Plastik entsorgen im Haus bis 1.000 Liter

 

200 bis 300 Euro
  bis 5.000 Liter 300 bis 700 Euro
  bis 10.000 Liter 700 bis 1.000 Euro
Heizöltank aus Stahl entsorgen im Haus bis 1.000 Liter

 

400 bis 600 Euro
  bis 5.000 Liter 600 bis 800 Euro
  bis 10.000 Liter 800 bis 1.400 Euro
Erdtanks entsorgen unterirdisch bis 5.000 Liter 800 bis 1.200 Euro
  bis 10.000 Liter 1.200 bis 1.500 Euro
  bis 20.000 Liter 1.500 bis 3.000 Euro
Umlagerung von Restöl je angefangene 1.000 Liter 100 bis 200 Euro

 

Unser Tipp: Da die Kosten nicht gesetzlich geregelt sind, können Fachbetriebe ihre Preise selbst kalkulieren. Wer mehrere Angebote einholt und diese vergleicht, kann dabei viel Geld sparen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Verbraucher die Angebote dabei allerdings genau prüfen. Unter Umständen bieten einige Fachbetriebe Leistungen an, die bei anderen nachträglich hinzukommen können.

Heizöltank entsorgen und Förderungen vom Staat nutzen

Die Kosten der fachgerechten Öltankentsorgung können mitunter sehr hoch ausfallen. Was viele Hausbesitzer nicht wissen: Der Staat beteiligt sich in den meisten Fällen daran. So gibt es zum Beispiel Zuschüsse oder günstige Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Außerdem können private Hausbesitzer auch die Lohnkosten der beauftragten Handwerker steuerlich geltend machen. Wie viel Geld sie im Einzelfall bekommen, wenn sie einen Heizöltank entsorgen und wie sie die Förderungen beantragen müssen, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

KfW-Zuschüsse und Darlehen für den Austausch der alten Heizung

Die staatliche Förderbank KfW unterstützt Hausbesitzer, die ihre alte Gas- oder Ölheizung durch eine neue Brennwertheizung ersetzen möchten. Dabei vergibt sie zinsgünstige Darlehen über das Programm 152 und hohe Zuschüsse über das Programm 430. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Höhe der Fördermittel.

Förderprogramm Fördergegenstand Öltank entsorgen: Förderungen
KfW-Programm 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ Austausch alter Gas- oder Ölheizungen durch moderne Brennwertheizungen Darlehen mit Zinsen ab 0,75 Prozent und einem Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent
KfW-Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ einmaliger Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten
KfW-Programm 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ Austausch alter Gas- oder Ölheizungen durch moderne Brennwertheizungen + Modernisierung der bestehenden Heizungsanlage (Pumpentausch, hydraulischer Abgleich, usw.) Darlehen mit Zinsen ab 0,75 Prozent und einem Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent
KfW-Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ einmaliger Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der förderfähigen Kosten

 

Wer die alte Heizung samt Heizöltank entsorgen und die Förderungen nutzen möchte, muss die Mittel vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten beantragen. Möglich ist das bei der Kreditvariante über die eigene Hausbank. Wer die Zuschussförderung beantragen möchte, kann das einfach online über das Zuschussportal der KfW erledigen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Hausbesitzer vor der Beantragung die Bestätigung eines Experten für Energieeffizienz einholen müssen. Dieser vergibt dazu eine Kennnummer (BzA-ID; Kennnummer zur Bestätigung zum Antrag) die Hausbesitzer bei der Beantragung angeben müssen. Nach Fertigstellung aller Arbeiten erstellt der Experte dann eine Bestätigung nach Durchführung (BnD-ID), die ebenfalls an den Fördergeber weiterzureichen ist. Die Kosten, die durch die Beauftragung der Energieberater entstehen, lassen sich in beiden Programmen gleich mit fördern.

Heizöltank entsorgen: Mit Förderungen vom Finanzamt Kosten sparen

Nicht jeder, der einen Heizöltank entsorgen lassen muss, baut im gleichen Zuge auch eine neue Heizung ein. Fördermittel gibt es aber dennoch. Und zwar über das Finanzamt. Denn private Hausbesitzer können jedes Jahr Handwerkerkosten in Höhe von bis zu 6.000 Euro steuerlich geltend machen. Bei einer Förderrate von 20 Prozent bekommen sie dann bis zu 1.200 Euro im Jahr zurück. Um beim Heizöltank Entsorgen von den Förderungen zu profitieren, geben Verbraucher die Kosten einfach in ihrer Steuererklärung an. Wer sich dabei unsicher ist, bekommt Unterstützung von einem Steuerberater aus der Region.

Checkliste: Heizöltank entsorgen leicht gemacht

Ist der alte Heizöltank defekt oder wird er nicht mehr benötigt? Dann müssen Hausbesitzer diesen fachgerecht reinigen und entsorgen lassen. Unsere Checkliste hilft, dabei an alles zu denken. Sollten Sie eine unterbrechungsfreie Versorgung Ihres Hauses mit Wärme benötigen, können Sie sich einfach eine mobile Heizung mieten.

Nr. Vorhaben Beschreibung
1 Heizöl aufbrauchen Steht fest, dass Verbraucher den Öltank entsorgen lassen, sollten sie erst einmal das Restöl aufbrauchen. Fachbetriebe müssen dann weniger Abpumpen und die Kosten der Maßnahme sinken.
2 Abnehmer für Restöl suchen Nicht immer lässt sich der Zeitpunkt für die Öltankentsorgung flexibel bestimmen. So zum Beispiel dann, wenn die Heizung kaputtgeht und die neue einen anderen Energieträger verwenden soll. Ist dabei noch viel Heizöl im Tank, sollten sich Hausbesitzer rechtzeitig auf die Suche nach Abnehmern begeben. Denn Nachbarn, Freunde oder Bekannte müssen dafür ausreichend Platz in ihren Tanks haben.

 

Übrigens: Einige Betriebe zahlen Hausbesitzern auch eine Vergütung für das übrige Restöl.

3 Vorhaben bei der unteren Wasserbehörde melden Wer einen Heizöltank entsorgen oder stilllegen möchte, muss das sechs Wochen vorher bei der unteren Wasserbehörde anzeigen. Die nötigen Unterlagen sind meist online oder vor Ort bei der zuständigen Behörde zu finden.
4 Angebote zum Heizöltank entsorgen einholen Bevor die Arbeiten beginnen können, sollten Verbraucher mehrere Angebote einholen und vergleichen. Nur so bekommen sie den besten Preis und können beim Heizöltank entsorgen bares Geld sparen. Übrigens: Ist der regionale Anbieter günstiger als ein entfernterer Konkurrent, lohnt es sich manchmal auch, zu handeln.
5 Fördermittel rechtzeitig beantragen Soll eine neue Brennwertheizung die alte Ölheizung ersetzen, müssen Verbraucher die möglichen Fördermittel noch vor dem Beginn der Arbeiten beantragen. Gleiches gilt im Übrigen auch dann, wenn sie die Ölheizung samt Heizöltank entsorgen, um dann eine Umweltheizung einbauen zu lassen. In diesem Fall gibt es hohe Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), jedoch nicht direkt für die Öltankentsorgung.
6 Fachbetriebe beauftragen und Keller oder Garten freiräumen Sind die Fördermittel beantragt, können Hausbesitzer ein geeignetes Unternehmen beauftragen. Um beim Heizöltank Entsorgen Kosten zu sparen, sollten sie vor dem Beginn der Bauarbeiten bereits alle Zuwege zum Keller oder dem entsprechenden Bereich im Garten freiräumen.
7 Nachweise einholen und bei der Behörde einreichen Ist alles erledigt, stellen die Fach- und Entsorgungsbetriebe eine Bescheinigung für die ordnungsgemäße Reinigung, Stilllegung und Entsorgung der Heizöltanks aus. Diese ist in der Regel bei der unteren Wasserbehörde einzureichen.

 

Heizöltank entsorgen: Tipps und häufig gestellte Fragen

Wer wie viele andere Hausbesitzer zum ersten Mal einen Heizöltank entsorgen lässt, hat im Vorfeld viele Fragen. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst und geben hilfreiche Tipps.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den Öltank zu entsorgen?

Wer den Zeitpunkt selbst bestimmen kann, sollte den Heizöltank entsorgen, wenn das Restöl weitestgehend aufgebraucht ist. Günstig sind die Arbeiten außerdem im Sommer. Denn beim Austauschen der Tanks oder der gesamten Heizung fällt Letztere in der Regel für einige Tage aus. Während das im Winter sehr unangenehm werden kann, fehlt im Sommer lediglich das heiße Trinkwasser. Ist die Öltankentsorgung geplant und terminiert und das alte Öl reicht nicht? Dann können Verbraucher einfach eine kleinere Menge nachtanken.

Kann ich den Öltank in meinem Haus einfach selbst entsorgen?

Manchmal ja. Grundsätzlich ist das bei kleinen Öltanks in einigen deutschen Bundesländern möglich. Wir raten allerdings davon ab. Denn Heizöl ist ein wassergefährdender Rohstoff. Gelangt die Flüssigkeit in die Umwelt, kann sie diese und das Grundwasser kontaminieren. Wer den Heizöltank selbst entsorgen möchte, übernimmt die volle Verantwortung für die entstandenen Schäden und muss außerdem mit hohen Kosten rechnen.

Wie lange dauert es, einen Heizöltank zu entsorgen?

Bei der richtigen Vorbereitung dauern die Arbeiten in der Regel einen Tag. Bei Erdtanks kann es durch den größeren Aufwand unter Umständen etwas länger dauern. Nach zwei bis drei Tagen sollten die Arbeiten aber auch hier abgeschlossen sein.

Was ist zu tun, wenn Heizöl in die Umwelt gelangt?

Tritt Heizöl aus, zum Beispiel wenn Verbraucher den Öltank selbst entsorgen möchten, müssen sie das unverzüglich der unteren Wasserbehörde melden. Läuft das Heizöl in Gewässer, ist außerdem die Feuerwehr zu alarmieren. Diese kann eine Ölsperre installieren und größere Schäden verhindern.

Meine Ölheizung ist defekt. Welche Alternativen habe ich?

Wer nach einem Defekt Ölheizung und Öltank entsorgen muss, kann sich für eine neue Ölheizung, eine Gas- oder eine Umweltheizung entscheiden. Ist Heizöl keine Option und eine öffentliche Gasversorgung nicht vorhanden, bringt die Flüssiggasheizung viele Vorteile. Denn sie ist günstig, effizient und lässt sich nahezu überall installieren. Erforderlich ist dazu lediglich ein Flüssiggastank. Die Anschaffungskosten sind sehr gering. Die meisten Kunden wollen einen Flüssiggastank mieten und zahlen dann ähnlich wie bei Erdgas eine Grundgebühr ab 10 € im Monat.